Webseitenschlagzeilen, die sich weigern übersehen zu werden

#4: So schreiben Sie Webseiten Schlagzeilen, die sich ganz einfach weigern, übersehen zu werden

“8 von 10 Besuchern scannen die Schlagzeile Ihrer Webseite – macht es da nicht Sinn, auch 80% Ihrer Anstrengungen darauf zu verwenden?”

Ja, Sie haben richtig gelesen.

Untersuchungen belegen, dass 8 von 10 Besuchern einer Webseite solange durch die Schlagzeilen „scannen”, bis sie auf eine stoßen, die ihnen interessant genug erscheint, um sich den weiteren Text anzusehen.

Das kennen Sie doch, aus eigener Erfahrung?

Richtig, wir alle surfen so durchs Netz, überfliegen Schlagzeilen solange, bis eine das gewisse „Etwas“ hat, das uns zum Weiterlesen verführt. Liefert eine Schlagzeile keinen klaren Hinweis auf das, was uns erwartet, sind wir nicht bereit, unsere Zeit zu opfern, um das selbst herauszufinden. Wir arbeiten uns nicht durch lange Textblöcke, ohne zu wissen, worum es geht.

Es sind die Schlagzeilen, die aus einem “Scanner” einen potentiellen Kunden machen!

Da macht es doch Sinn, auch einen Großteil der Arbeit an einer Webseite in die Schlagzeile zu investieren? Sie können einen noch so aufregenden Text schreiben – erzeugt Ihre Schlagzeile kein Interesse, wird niemand Ihren Text lesen.

So verlieren Sie potentielle Kunden. Für immer, denn im Internet gibt es kaum eine zweite Chance! Die Cyberworld ist hart und rücksichtslos.

Also – brüllen Sie Ihre Besucher mit Ihrer Schlagzeile an:

Hey, Du! Lies das!

Es betrifft Dich!

Richtig. Dich!

Vergessen Sie allerding nicht, dass eine gute Schlagzeile mehr können muss, als nur Aufmerksamkeit zu erregen. Sie muss vor allem in der Lage sein, eine Vorauswahl für Sie zu treffen und die Besucher mit der größten Chance auf Erfolg identifizieren. Diese Besucher führen Sie dann zu den Vorteilen, die sie von Ihrem Produkt bekommen werden.

Eine Schlagzeile wie:

„Die Welt wird am 31. Dezember untergehen“

wird sicher Aufmerksamkeit erregen. Aber die meisten Leser werden sehr schnell wieder verschwunden sein, wenn sie im folgenden Text feststellen müssen, dass Sie versuchen, ihnen ein Antivirusprogramm zu verkaufen. Setzen Sie hingegen diese Schlagzeile ein:

„Für Computerbesitzer wird die Welt bald untergehen“

wird das Ihre Zielgruppe – Computerbesitzer – zumindest dazu verführen, die ersten Zeilen Ihres Textes zu lesen. Sie haben es geschafft, interessierte Besucher zu Ihrem Angebot zu führen.

Die Schlagzeile hat einen wichtigen Job zu erfüllen – da macht es doch Sinn, einiges an Zeit und Sorgfalt darauf zu verwenden, finden Sie nicht auch?

„Wie beginnen Sie?“

Sie brauchen zuerst Ihren USP, der Ihr Produkt von denen der Konkurrenz
unterscheidet. Ohne USP können Sie sich nämlich den Aufwand für Webseite und Werbung sparen.

Aber Sie haben ihn ja gefunden.

“Feuern Sie Ihr größtes Geschütz zuerst ab!

Richtig, holen Sie sofort den überzeugendsten, größten und stärksten Produktnutzen heraus – und sehen Sie zu, dass Sie damit Ihren Besucher genau zwischen den Augen treffen!

Seien Sie dabei nicht zimperlich. Es gibt keinen Grund, den Hauptnutzen Ihres Produktes verschämt erst später, irgendwo in der Textmitte, zu verkünden. Gelingt es Ihnen nämlich nicht, Ihre Besucher sofort am Beginn Ihrer Webseite zu fesseln, wird niemand über die ersten Zeilen hinaus lesen. Knallen Sie daher den Nutzen Ihres Produktes auf den Tisch – so laut wie möglich!

Viele Texter machen den Fehler, mit einem kleinen Nutzen zu beginnen (manche beginnen sogar ohne!), um dann Schritt für Schritt die weiteren, immer stärkeren Nutzen aufzubauen. Sie tun das in der Überzeugung, so einen immer grösseren Wunsch nach diesem Produkt aufzubauen. In der Hoffnung, dass am Ende dieses Prozesses jeder potentielle Kunde so gierig geworden ist, dass er das Produkt am liebsten sofort kaufen möchte.

Bullshit. Quatsch. Unsinn!

Holen Sie sofort Ihr größten Geschütz hervor und ballern Sie damit los! Machen Sie Ihre Leser gleich bei Start neugierig! Die weiteren Nutzen schenken Sie ihnen dann im verführerisch und überzeugend geschrieben Text als Zugabe.

Nehmen wir als Beispiel an, unser weltbewegendes Produkt ist eine leichte, kompakte Bügelmaschine mit dem treffenden Namen „Sekundenbügler“. Mit ihm bügelt eine Hausfrau die Kleider 6x schneller, als mit einem normalen Bügeleisen. So erspart sie sich pro Woche bis zu 3 Stunden Arbeit.

Dieses Gerät wiegt nur 20dkg, lässt sich in 3 Sekunden zusammenfalten und an der Wand aufhängen. Das alles sind aber erst einmal Eigenschaften!

Und nun versetzen Sie sich in die Lage einer möglichen Kundin.

Sie überlegt: Wie kann der mir helfen? Was habe ich davon, wenn ich ihn besitze? Was wird sich damit in meinem Leben verändern, für mich verbessern?

Jetzt setzen Sie sich hin und schreiben nieder, was Ihnen dazu alles einfällt. Schreiben Sie hinter jede Eigenschaft, was sie Nützliches für Sie bringen wird. Schreiben Sie alles nieder, was Ihnen dazu einfällt – solange, bis Ihnen nichts mehr einfällt. Zum Beispiel: „Ich spare mit dem Sekundenbügler 3 Stunden wöchentlich“ ist eine Eigenschaft, kein Nutzen.

„Der Sekundenbügler ermöglicht mir, mehr Zeit mit meinen Kindern zu verbringen“, ist ein Nutzen!

Und jetzt übersetzen Sie jede Eigenschaft in einen Nutzen.

Lässt sich zusammenlegen – eine Eigenschaft. So bekomme ich mehr Platz für andere Dinge in meiner Wohnung“ ist der daraus resultierende Nutzen!

Streichen Sie dann die einzelnen Nutzenbeschreibungen auf möglichst wenige Worte zusammen. Setzen Sie Prioritäten, reihen Sie die einzelnen Nutzen nach der Bedeutung für den Konsumenten. Lesen Sie jetzt aufmerksam jeden einzelnen Satz und suchen die Schlagworte, die für Ihre Schlagzeile die stärkste Wirkung versprechen.

Zum Beispiel: Familie. Freizeit. Kinder. Leicht zu verstauen. Einfach zu bedienen.

Jetzt schreiben Sie Ihre erste Schlagzeile. Wie wäre es damit:

„Die Sekundenbügler Bügelmaschine verringert

Ihre Bügelzeit um bis zu 80%“

Na ja, nicht schlecht – damit treffen wir bereits eine Vorauswahl für unsere Zielgruppe. Nur beschreiben wir doch eher eine Eigenschaft als einen Nutzen. Das reißt uns also noch nicht wirklich vom Hocker, oder? Daher unterlegen wir das mit etwas Emotionen.

Ein Tip dazu: Werden Gefühle angesprochen, sind wir schnell bereit zu kaufen – und rechtfertigen den Kauf erst anschließend mit logischen Argumenten („Bin ich froh, dass ich mir den 2 Sitzer Sportwagen gekauft habe … jetzt brauch ich endlich die Nachbarskinder nicht mehr zur Schule mitzunehmen“).

Auf gehts, versuchen wir es einmal:

„Gratis für jede gestresste Hausfrau:
3 Stunden pro Woche, die Ihnen alleine gehören –

zum Genießen!“

Das klingt doch schon um einiges besser! Aber um ehrlich zu sein: so ganz die Schlagzeile, die ich verwenden würde, ist das noch nicht.

Sehen wir uns das etwas genauer an.

Mit „Gratis“ verwenden wir eines dieser starken “Killerworte”, die jeden Leser sofort interessieren und motivieren. Ebenso wie “Sie”. Das mögen wir doch alle gerne, wenn man uns direkt anspricht. “Nur für Sie” sogar noch lieber.

Als nächstes haben wir unsere Zielgruppe identifiziert, die “gestresste Hausfrau”. Und dann auch gleich unseren stärksten Nutzen abgefeuert, die “3 Stunden für Sie zum Genießen”.

Allerdings fehlt hier ein Untertitel, mit dem wir unsere Schlagzeile noch weiter verstärken:

“Gratis für jede gestresste Hausfrau:

3 Stunden pro Woche, die Ihnen alleine gehören – zum Genießen!

Denn Besitzerinnen eines Sekundenbüglers benützen ihn kaum”

OK, ich denke, Sie wissen jetzt, wie es geht – und werden in Zukunft sicher
nur mehr starke Schlagzeilen verfassen. Beachten Sie diese Grundsätze und üben, üben, üben Sie. Wenn Sie mit dem Üben fertig sind, beginnen Sie zu ÜBEN.

Haben Sie dann Ihre Headline gefunden, wird etwas ganz Besonderes passieren.

Da Sie nun jede Eigenschaft und jeden denkbaren Nutzen Ihres Produktes überprüft haben, schreibt sich der Rest des Webseiten Textes meist von alleine!

Der fließt Ihnen direkt aus der Feder aufs Papier.

Ist es Ihnen aufgefallen – “Papier”???

Unabhängig davon, wie gut und schnell Sie tippen, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, zu Beginn alles was mir einfällt, auf einem Blatt Papier niederzuschreiben. Ohne mich mit Rechtschreibung, Groß und Klein, Satzstellung usw. zu belasten. Das lässt sich später immer noch erledigen.

Der letzte professionelle Anstrich

VERWENDEN SIE NIE NUR GROSSBUCHSTABEN IN EINER SCHLAGZEILE

Das ist schwer lesbar und somit auch nur langsam zu verdauen. Lesen Sie doch selbst diesen Satz noch einmal. Bemerken Sie, wie langsam das geht? Und wie schnell sich dagegen der hier lesen lässt:

“Setzen Sie Schlagzeilen immer in Anführungszeichen”

Nennen Sie es Psychologie – mit Ihrer Schlagzeile sprechen Sie Ihre/n BesucherIn direkt an. Versuchen Sie immer, diese “von Person zu Person” Atmosphäre herzustellen.

- Verwenden Sie für den Untertitel eine kleinere Schrift als für die Schlagzeile
Sonst verringern Sie Bedeutung und Wirkung der Hauptbotschaft.

- Geben Sie keinen Punkt an das Ende einer Schlagzeile

Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie denken: “Was soll denn das, das sind ja nun wirklich Nebensächlichkeiten”.

Vielleicht. Da sich jedoch die meisten Top Werbetexter daran halten, wird das wohl einen Sinn haben. Glauben Sie nicht auch?

Also – warum es in Frage stellen?

Und nun sehen wir uns an, wie wir die “Body Copy“ die Webseiten Verkaufstexte schreiben.

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Lernen auch Sie die “Killer” Werbetexte schreiben, die Ihre Umsätze verdreifachen.

Holen Sie sich Ihr Gratisexemplar!

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