Partition, Partitionieren … muss ich das auch?

Hallo Freunde am Computer,

“Nil techialis Carborundum … lasst Euch von den Experten nicht die Freude nehmen!”

Partition, partitionieren … das kommt Ihnen doch bekannt vor? Wenn Sie auch nur irgendeine Computer- oder Internet Zeitschrift aufschlagen, dann hat man Sie damit schon erwischt. Wenn Sie etwas über Sicherung, Sicherungskopien oder Backup lesen … schon ist Ihnen die Partition auf den Fersen.

Dann haben Sie sich – wie soviele Einsteiger vor Ihnen – überlegt, wenn alle das haben, dann brauch ich doch auch so eine Partition? Oder nicht?

Denn wenn man mich fragt, was meine Partition macht, da kann ich doch nicht einfach antworten: “Ich habe keine Partition.” Wie steh ich dann da?

Sind Sie dann auch auf die Suche nach Erklärungen zu Partition gegangen – und haben auch welche gefunden, stimmts? Eine wie diese:

“Es gibt eine Konvention, dass Partitionen stets auf Zylindergrenzen beginnen und enden sollten. Keine Regel ohne Ausnahme: da der erste Sektor einer Platte (C/H/S=0/0/1) stets für den MBR reserviert ist, und man nicht den kompletten nullten Zylinder ungenutzt lassen möchte …”

“Nil Techialis Carborundum …”

Freunde, partitionieren (= einteilen der Festplatte in Abschnitte) steht in ursächlichem Zusammenhang mit Euren Sicherheitsanforderungen.

Die Standard Sicherheitseinteilung sind 2 Partitionen auf einer Festplatte (C und D). Auf C ist üblicherweise das Betriebssystem gelagert, auf D die Daten (oder auch Programme und Daten). Das hat den Sinn, dass bei einem “Crash” des Systems alle Daten auf der Partition D zur Verfügung stehen, da D davon nicht betroffen ist.

In der Praxis sieht die Sache wie folgt aus.

Wir sehen uns das nach Sicherheitsstufen gestaffelt an:

Stufe 1: Sie haben eine Festplatte nur mit C, der Systempartition, auf der alle Daten und Programme gelagert sind. Dort können Sie auch Ihre Sicherungskopie aufbewahren. Das ist der einfachste Weg, es besteht allerdings das Risiko, dass bei einem Systemcrash auch diese Kopie verloren geht.

Andererseits steht nirgendwo geschrieben, dass ein Crash wirklich Ihre Sicherungskopie erwischen muss.

Stufe 2: Sie haben bereits eine Festplatte, die in 2 Abteilungen, in C und D, unterteilt ist. Hier wird normalerweise die Sicherungskopie auf D gelagert. Falls Sie diese Unterteilung noch nicht haben, können Sie Ihre Festplatte partitionieren lassen. Als Einsteiger selbst Hand anzulegen, würde ich Ihnen schon aus Sicherheitsgründen nicht empfehlen.

Stufe 3: Auf die nächst höhere Sicherheitsstufe gelangen Sie mit dem Einbau einer zusätzlichen Festplatte – sie muss mindestens die Speicherkapapzität der ersten Festplatte haben.

Sie ist nun Ihr Sicherungsmedium und bietet zudem Schutz bei einem Totalausfall der ersten Festplatte, einem nicht unüblichen Störfall in der Praxis.

Natürlich gibt es das nicht umsonst, aber heutzutage schon relativ günstig (ca. 100 Euro ohne Einbau). Den Airbag im Auto bezahlen Sie ja auch!

Stufe 4: Falls Sie schon soweit sind, dann lassen Sie sich doch gleich einen Wechselrahmen für die neue Festplatte mit einbauen – das kostet wenig und bringt den Vorteil, dass Sie diese Festplatte zum Backups einfach einschieben, das Backup erstellen, diese Festplatte wieder aus dem PC herausnehmen und an einem sichern Ort verwahren.

Alles klar?

Euer

Walter Schatz
Walter Schatz

PS:
Haben Sie erst einmal Ihre Sicherungskopie produziert und sicher “im Safe” verstaut, werden Sie auch verstehen, warum viele meiner Experten Kollegen nicht mehr mit mir sprechen.

Natürlich lassen sich Kurse und Lehrbücher zu Back up etc. nicht mehr so gut verkaufen!

Wenn Ihnen Walter das kurz und verständlich beschrieben frei Haus liefert.

Kostenlos.

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